Dank des Internets
kann man heute eine Unmenge an Informationen zu diesem Thema erhalten. Wer
daran interessiert ist sein Wissen zu diesem Thema zu vertiefen, kann im
Internet viele wertvolle Informationen finden. Überraschenderweise sind es
nicht nur Männer, sondern auch einige Frauen, die den Vorgang des weiblichen
Orgasmus nicht genau verstehen oder zu schätzen wissen. Wenn man bedenkt, dass
es zum Thema des weiblichen Orgasmus schon immer, und immer noch, viele
Meinungsverschiedenheiten auch unter „Experten“ gibt, sollte dieser Umstand
kaum jemanden überraschen.
Es gibt viele Fragen…
Wie entsteht er?
Kann jede Frau einen Orgasmus erleben? Wie fühlt sich ein Orgasmus
an? Gibt es unterschiedliche Orgasmen? Warum brauchen Frauen
länger, bis sie zum Orgasmus kommen?
Was
passiert beim Höhepunkt?
Wenn eine Frau sexuell
erregt wird, schlägt ihr Herz schneller. Ihr Atem kommt schneller. Oft wird
sie verschieden Muskeln ihres Körpers anspannen. Ihre Brüste schwillen etwas
an, die Brustwarzen werden hart, der Warzenhof vergrößert sich sichtbar.
Einige Frauen erröten in ihrem Gesicht, an Hals und Brust. Der sichtbare
Teil der Klitoris schwillt ebenfalls etwas an.
Ein Sekret wird innen
und außen, an der Öffnung der Vagina, abgesondert. Ihre Schamlippen werden
kleiner und öffnen sich. Die Vagina wird im Körperinneren größer und länger,
somit wird aus dem potentiellen Raum ein tatsächlich vorhandener
Raum. Diese Veränderungen der Vagina werden hauptsächlich durch die
verstärkte Durchblutung des Beckenraumes verursacht – das sogenannte
Anschwellen – die Frau fühlt in ihrem Genitalbereich eine angenehme
Wärme.
Wenn sich die Erregung
steigert, steigert sich auch die Durchblutung und die weiteren, oben
genannten Veränderungen. Der einzige Körperteil, der hierbei nicht
mitspielt, ist die Klitoris. Anstatt weiterhin anzuschwellen, zieht sie sich
unter die Kitzlervorhaut zurück und wird um etwa 50 % kürzer. Dies ist bei
den meisten Frauen ein Anzeichen dafür, dass der Orgasmus unmittelbar
bevorsteht, solange der optimale Reiz weiterhin fortgeführt wird.
Der Orgasmus selbst
beginnt mit starken Muskelkontraktionen. Diese Kontraktionen können etwa 4
bis 15 Sekunden andauern. Meistens kommen Sie in einem Abstand von 0,8
Sekunden. Gleichzeitig vergrößert sich der Innenraum der Vagina um etwa zwei
drittel, während sich der Uterus zusammenzieht.
Während des Orgasmus
erreicht die Durchblutung der Haut ihr Maximum. Muskeln verkrampfen sich
vielleicht weiterhin, Blutdruck, Herzschlag, und Atmung erhöhen sich. Einige
Frauen geben beim Orgasmus Laute von sich um die gerade empfundene Lust zu
übermitteln.
Anzeichen
eines Orgasmus
Rhytmische
Muskelkontraktionen entstehen in dem äußerten Bereich der Vagina, im Uterus
und im Anus. Die ersten Muskelkontraktionen sind die stärksten und kommen im
Abstand von etwa 1 Sekunde. Beim weiteren Fortschritt des Orgasmus werden
die Kontraktionen schwächer und willkürlich.
Ein schwacher Orgasmus
kann nach 3 bis 5 Kontraktionen beendet sein, ein starker Orgasmus nach
10-15.
Die „sexuelle Errötung“
steigert sich weiterhin und kann sich am Körper noch weiter ausbreiten.
Nicht nur die Muskeln
der Beckengegend, die Muskeln des ganzen Körpers können sich während des
Orgasmus verkrampfen.
Bei einigen Frauen
tritt aus der Urethra eine Flüssigkeit aus, manchmal kann diese förmlich
„heraus spritzen“, dies wird oft als „weibliche Ejakulation“
bezeichnet.
Bei manchen Frauen
scheint der Gesichtsausdruck Schmerzen wieder zu spiegeln, obwohl die Frau
einen sehr angenehmen Orgasmus erlebt.
Beim Höhepunkt des
Orgasmus kann sich kurzzeitlich der gesamte Körper versteifen.
Wie fühlt sich
ein Orgasmus an?
Frauen die noch nie
einen Orgasmus erlebt haben, oder Frauen die sich nicht sicher sind ob sie
schon einmal einen Orgasmus erlebt haben, fragen oft „Wie fühlt sich das
an?“ Es ist schwer, fast ganz unmöglich, diese Frage zu beantworten. Stellen
Sie sich vor, sie müssten jemandem beschreiben, wie es sich anfühlt wenn man
niessen oder gähnen muß. Das ist nicht so einfach. Wie unser Gehirn Gefühle
und Reize interpretiert ist sehr subjektiv, es kommt alleine auf die
Wahrnehmung der einzelnen Person an. Subjektive Berichte nennen häufig das
Gefühl des Kribbelns am Rücken, im Kopf und im Genitalbereich. Manche sagen,
sie fühlen sich, als würden sie gleich ohnmächtig, andere sagen, es scheint
ihnen also „ob sich die Erde bewegt“. Wenn die Nervenenden einer Frau
vielleicht schon beschädigt sind, kann sie vielleicht keinen Orgasmus
fühlen.
Weibliche
Lust-Rezeptoren
Es ist wohl war, dass
beim Höhepunkt der ganze Körper mit einbezogen wird, der entscheidende
Lust-Rezeptor wird jedoch immer die Klitoris sein. Ohne die Stimulation des
Kitzlers, entweder direkt oder indirekt, wird es auch keine Aussicht auf
einen Orgasmus geben. Es scheint, besonders für Männer, schwer verständlich
zu sein, wie so ein winziger Teil wie die Klitoris so extrem wichtig sein
kann. Wie kann dieses winzige, fast schon „äußerliche“ Anhängsel so
wesentlich sensibler sein als die Vagina?
Dem Gefühl nach könnten
wir glauben, dass die Vaginalwand wohl eher dem Penis entspricht als der
Kitzler. Dieser Logik nach müssten diese beiden sich entsprechenden
Körperteile beim Geschlechtsverkehr doch die größte Lust auslösen....
wodurch die größtmöglichste, gegenseitige Lust entstehen müsste, körperlich
und auch emotional. Aus irgendeinem Grund aber spielt Mutter Natur uns hier
einen Streich.
Während des
Geschlechtsverkehrs, während die Frau eine körperliche Einheit mit dem Mann
bildet, kommt hauptsächlich das emotionale Element zum Ausdruck.
Für diesen Umstand gibt
es eine einfache, wenn auch nicht gerade weit verbreitete Erklärung. Im
Gegensatz zur Peniseichel befinden sich in der Vagina kaum Nervenenden.
Ironischerweise befinden sich noch weniger Nervenenden in der Vagina, je
weiter nach innen man vorstößt. Die relativ wenigen Nervenenden in der
Vagina befinden sich eigentlich nur im äußeren drittel, diese sind aber bei
den meisten Frauen recht unempfindlich.
Damit eine Frau
überhaupt einen Orgasmus erleben kann, muß die Klitoris irgendwie
stimuliert werden. Dies kann auf zwei Arten geschehen, entweder
direkt oder indirekt. Bei der indirekten Methode reibt
das Schambein des Mannes an der Klitoris, während er beim Geschlechtsverkehr
stößt. Oder der Penis reibt an der Vulva, was durch deren Nähe zur Klitoris
auch zu indirekter Stimulation führen kann. Wenn man sich diese Umstände
näher betrachtet, scheint es fast klar zu sein, dass die indirekte
Stimulation der Klitoris wohl nicht gerade wirksam ist. Es ist wohl eher ein
Zeugnis für die unwahrscheinliche Empfindsamkeit der Klitoris, dass die
indirekte Stimulation überhaupt zu einem Orgasmus führen kann, und zwar
in etwa 30 bis 40 % aller Frauen, jenachdem welcher Untersuchung man Glauben
schenken möchte.
Den meisten Berichten
nach ist die Klitoris das Gegenstück zur Eichel des Mannes, aber mit drei
wichtigen Unterschieden: a) die Harnröhre verläuft nicht durch die Klitoris;
b) sie ist kleiner; 3) sie ist durch die größere Anzahl an Nervenenden (pro
Quadratzentimeter) wesentlich empfindlicher als die Eichel.
Somit kann man wohl
annehmen, dass die Missionarsposition (Gesicht zu Gesicht gedreht) alleine
wohl nicht dazu geeignet ist, beim Geschlechtsverkehr einen Orgasmus zu
erzeugen.
Was gibt es
für Alternativen?
Jede Position, die dem
Partner leichten Zugang zur Klitoris ermöglicht. Zum Beispiel: Der Mann
liegt auf dem Rücken, die Frau sitzt mit gespreizten Beinen auf seiner Hüfte
(mit dem Gesicht zu ihm gedreht). In dieser Position ist es für die Frau
einfacher, das Stoßen zu kontrollieren, während der Mann die Klitoris direkt
mit seinem Finger stimuliert.
Eine
weitere Alternative – für Paare, die sich beieinander sicher fühlen: Der
Mann kann beim Geschlechtsverkehr von hinten eindringen. Die Frau kniet sich
hin, sie sollte eine Hand frei bewegen können. Damit kann die Frau dann ihre
Klitoris bis zum Höhepunkt streicheln und reiben, in Einheit mit den Stößen
des Mannes. Bei der Anwendung dieser Technik können beide Partner ihr
Bestreben abstimmen, und sogar bis zum ersehnten „gleichzeitigen Orgasmus“
kommen.